TRAINING FÜR DAS MANAGEMENT

Digitalisierung und Zentralisierung haben die Führungsaufgaben rasant verändert und wir stehen dennoch erst am Anfang. Noch vor zwanzig Jahren wurde die Gestaltung einer neuen Broschüre stundenlang diskutiert, ebenso die Konditionen mit jedem einzelnen Lieferanten. Aus und vorbei. Und das gilt für fast alle Bereiche, die mal zum Management gehörten. 

Viel stärker in den Fokus rückt der Mitarbeiter. Einerseits ist er immer häufiger Mangelware und darüber hinaus verantwortlich für den Erfolg. Kein Manager ist heute in allen Bereichen führend an Kompetenz. Und das ist auch nicht nötig. Er setzt die richtigen Mitarbeiter an den richtigen Platz und fördert deren Wissen. Das Selbstvertrauen wird gestärkt und die Freiheit zur eigenen Entscheidung gegeben, womit die alleinige Verantwortung auf dem Mitarbeiter übergeben wird. Neben aller Digitalisierung ist die Dienstleistung ein People Business. Und heute stärker als je zuvor. 

Wo Hierarchien abflachen, Eitelkeiten verschwinden und Macht nicht beansprucht wird, kann Erfolg entstehen. Ein Management, was nur dem Investment verbunden ist, um eine Rendite zu erwirtschaften, wird künftig scheitern. Wenn die Budgetvorgaben keinen Raum für eine Entwicklung von Personal und Marke zulassen, wird entweder der Fachkräftemangel oder der schlechte Ruf des Unternehmens alles schnell beenden.

Langsam wird es auch in unserer Branche verstanden. Initiativen wie "Fair Job Hotels" sind entstanden. Manager lernen, dass die Macht nur geliehen ist. Sie können jederzeit ersetzt werden. Es wurde verstanden, dass ein selbstverantwortlicher Mitarbeiter mehr Umsatz erzielen kann, wenn ihm dazu die Freiheiten gelassen werden. Unsere HGT Hotelconsulting vertritt diesen Ansatzpunkt seit vielen Jahren und setzt Führungskräfte ins rechte Licht.

Ist das Management nun überflüssig? Natürlich nicht, es muss sich nur wandeln. Nur einen geringen Teil macht die Führung noch im operativen Teil aus. Sind alle Mitarbeiter befähigt, so agieren sie allein und stets erfolgreich. Ist ein Team entstanden, was Verantwortung und Freiheiten genießt, unterstützt es sich selbst über die Abteilungen hinaus. Das Management legt Ziele fest und begleitet die Prozesse. Es sorgt für aktive Weiterbildung und Förderung der Mitarbeiter, auch unter dem Gesichtspunkt der zunehmenden Digitalisierung, um nie den Anschluss zu verlieren. Und hier treten heute schon enorme Defizite auf. Manch ein Unternehmen hat den Überblick über die Portale verloren, zahlt zu viel Provisionen, versteht die Buchungswege nicht, weshalb sich immer mehr Affiliate Webseiten sich einklinken.

Das Management muss loslassen. Es muss völlig egal sein, wer die Anerkennung bekommt, wenn es gelingen soll. Und das in allen operativen Bereichen. Und eigentlich zügig, denn der Immobilienmarkt ist überhitzt, eine Blase droht zu platzen und die Rezession, welche vor der Tür steht, kann das alles beschleunigen. 

Was aber ist wirklich wichtig im Management? Es ist die Zukunft. Der Plan, wie alles in drei Jahren aussehen wird. Welche Technologien kommen werden, wie Gäste künftig speisen und schlafen wollen, welche Trends sich durchsetzen werden. Welche Fachbereiche sich ändern oder verschwinden. Entwicklung von Mitarbeitern und Schaffung von neuer Kommunikation über interne und externe Kanäle. Die Erschaffung einer Marke, die unabhängig von Personen ist, sondern in der Wahrnehmung des Gastes als Einheit dasteht. Ganz gleich, wer anwesend ist. Qualität und Service zu sichern und diese den kommenden Anforderungen anzupassen.

In unseren Trainings sind wir schon öfter damit konfrontiert worden, dass wir die falschen Personen schulen sollten. Die Führung, welche die Mitarbeiter erst demotivierte und uns zum Aufbau entsendete, war der Verursacher und nicht anwesend. Schwächen eingestehen oder die Angst vor der eigener Veränderung, welche die Umwelt dann vielleicht nicht positiv aufnimmt, sind zu überwinden. Manager müssen loslassen können und ihre freien Hände erfolgreich auf anderen Gebieten einsetzen. Dabei gilt es zu hinterfragen, was sich innerlich gegen eine Veränderung sträubt. Aber auch ist zu ergründen, weil es sehr reizvoll wäre.

 

Wir sind keine Befürworter langwieriger Begleitungen, wo sich jemand selbst finden soll. In der Regel reichen einige Gespräche, um herauszufinden, welches Potential in einer Person steckt, warum es nicht zur Entfaltung kommt oder, was sehr oft der Fall ist, er sich selbst dabei im Wege ist. ​

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