Das Experiment namens 7%


Halb Europa legt die Wirtschaft lahm und erzittert vor einem Virus. Und mit jeder Woche steigt die Hysterie in diesem Land, welche mittlerweile tiefe Risse ausbildet. Sie gehören entweder zur Fraktion der dauerhaften Ermahner, die einen Fetisch entwickelt haben, wenn es um Statistiken von Neuinfizierten, weiteren Wellen oder Reproduktionszahlen geht. Oder zur Gruppe, die wieder zurück in die Normalität wollen. Vorsichtig, mit Bedacht und gegenseitiger Rücksichtnahme. Den Stillstand aufheben, die Wirtschaft wieder anfahren, den Bürgern ihre Grundrechte wiedergeben.


Die Hotellerie und Gastronomie leidet unter diesem Stillstand und steht kurz vor dem Kollaps. So wie viele in der Wirtschaft kurz vor der Katastrophe stehen. Lufthansa "verbrennt" 1 Million Euro pro Stunde! Volkswagen kostet eine Woche Stillstand 1 Milliarde Euro! Und so kann diese traurige Liste noch unendlich fortgesetzt werden. Kein Staat der Welt kann das gegenfinanzieren oder auffangen. Der Staat hat ja auch kein Geld, sondern Steuergelder, die er vom Bürger und der Wirtschaft einzieht. Aber da wird kaum etwas kommen. Nicht im Jahr 2020.


7% auf Speisen, begrenzt auf ein Jahr. Das bietet man unserer Branche an, doch niemand darf öffnen. Kein Umsatz, kein Effekt einer Steuerersparnis. Eine so lächerliche Idee. Selbst mit allen bisher erdachten Hilfsmaßnahmen kommt unsere Branche nicht aus der Krise. Take away bringt bei den meisten Betrieben nicht mal 15% des sonstigen Umsatzes. Hotelzimmer als Tagesbüro gleichen die Verluste nicht annähernd aus. Was soll da eine Ermäßigung der Mehrwertsteuer? Nicht falsch verstehen, grundsätzlich finde ich die Absenkung passend, aber gerade nun nützt es alles nichts und die Befristung ist unsinnig. Selbst bei einer morgigen Öffnung, wären dann die Tischabstände größer und die Leute halten ihr Geld längst beisammen, da eine Wirtschaftskrise nach Corona alle noch überrollt. Von Umsätzen wie in den Zeiten vor Corona, werden wir lange nur noch träumen.

Die Lächerlichkeit der kleinen 7%-Einsparung ist also nicht zu überbieten und sie wird durch wieder steigende Energiepreise und die kommende CO2-Steuer aufgefressen. Längst hat der Staat unsere Branche an den Rand des totalen Wahnsinns gebracht. All diese Verordnungen und Auflagen. Immer neue bürokratischen Monster. Speisekarten besitzen fast so viele Fußnoten wie eine Doktorarbeit. Tausend Formulare müssen Sie ausfüllen und dann noch die Temperatur am Kühlschrank per Hand ablesen, auch wenn in ein digitales System investiert wurde.


Der Staat misstraut der Wirtschaft. Abgrundtief. Er möchte alles steuern und regulieren, erstickt damit jede Innovation und vor allem den Wettbewerb. Und nun experimentiert der Staat mit der völligen Zerstörung einer Gesellschaft und deren wirtschaftlichen Erfolge.


Wir hören ja täglich, dass wir so erfolgreich im Kampf gegen Corona sind. Aber sind wir das???Und ist es alles in dieser Form nötig? Die FDP ist endlich wieder bereit für die Opposition und hat sich aus dem Schulterschluss zur Regierung befreit. Laschet, der Ministerpräsident aus NRW, widersetzt sich offen der Kanzlerin. Es gibt Gegenwind und schon erhöhen die Mahner wieder den Druck. Täglich neue Reproduktionszahlen, Neuinfektionen, Katastrophenmeldungen. Das RKI gibt täglich neue Verlautbarungen raus, die sich aber zu denen von vor noch einer Woche völlig widersprechen. Kennen Sie das Buch "1984" von Orwell? Es geht mir dabei nicht um die Diktatur, sondern deren Medien: Ozeanien ist nicht im Krieg mit Eurasien, denn Ozeanien ist im Krieg mit Ostasien. Oder war es andersherum? Man verliert den Überblick. So komme ich mir vor...


Besonders gestraft wird von Politik und Medien das Experiment Schweden. Dieses illustre Land der Gleichgültigkeit in Europa. Statistiken von endlosen Zahlen überströmen uns. Wie schädlich der Weg wäre und so verantwortungslos. Todesrate ist zehnmal höher. Diese Zahlen werden aber in einem Kontext gestellt, der nicht viel aussagt. Logischerweise würde jeder Mensch nicht in einem Café sitzen, wenn es fast sein Todesurteil bedeutet. Schweden bleiben gelassen. Über 7.600 Schweden sterben statistisch jeden Monat. Am Alter, an Krankheiten, im Straßenverkehr oder im Haushalt. An Corona waren es in den letzten drei Monaten knapp 2.200 Schweden. Nun ist jeder Tote zu beklagen, aber damit liegen sie noch unter den Grippewellen der letzten Jahre und da ist auch niemand in Panik geraten. Sie haben Corona wie eine Grippe behandelt, sind weiter so verfahren und mittlerweile verweisen sie auf Fallzahlen, die darauf hinweisen, dass alles sich abflacht.


Nicht Schweden ist das Experiment, sondern wir! Schweden hat die Normalität beibehalten. Mit etwas mehr Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme. Wir sind es, die hier eine Wirtschaft anhalten und schauen, was dabei passiert. Wir haben einen Staus Quo erschaffen, den es in der Geschichte so noch nie gab.

Wir sind das Land mit all den erschaffenen Irrsinnigkeiten. Wir sind es, die vor den Baumärkten stehen, aber einen Biergarten nicht betreten dürfen. Wir sind es, die weiträumige Golfplätze und Parks abgeriegelt haben, aber uns in Bus und Bahn drängeln. Nun kommt die Maskenpflicht, die das RKI noch vor nicht allzu langer Zeit unnötig fand. Mittlerweile herrscht pure Willkür, völlig unlogisches Verhalten und Verordnungen, die dem Bürger völlig absurde Verbote aufdrücken. Und die Kanzlerin tönt ernsthaft: wenn die Bürger sich nicht fügen und ordentlich benehmen, wird wieder alles geschlossen. Sie vergisst dabei, die Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes ist alleinig Ländersache.

Immer vergessen haben aber bisher alle unsere Branche. Lieber soll Fußball gespielt werden.

Die ersten Hoteliers haben mit Klageeinreichung begonnen. Warum niemand diesen Weg bisher gewählt hat, fragten wir uns schon vor längerer Zeit. Schön, dass wir wieder hier richtig lagen. Schade, dass es so lange dauerte.


Noch vier Wochen und wir werden wohl 40% unserer Gastronomie verlieren. Der Hotelmarkt erlebt einen Zusammenbruch der Immobilienwerte und Ketten werden noch schneller einen anderen Käufer für niedrigste Preise erleben, als je zuvor. Hier möchten wir nicht schon wieder richtig liegen. Es wäre einfach nur noch furchtbar.


Natürlich kann jeder Hotelier oder Gastronom auch etwas selbst tun. Endlich den eigenen Laden aufräumen. Kalkulation, Öffnungszeiten, Personaleinsatz, ausgerichtetes Angebot - das sind nur einige Bespiele, wo wir oft Potentiale im höheren fünfstelligen Bereich entdeckt haben. Und das vor der Krise. Machen Sie Ihre Hausaufgaben für den Restart! Oder fragen Sie uns. Wir kosten Sie nur etwas, wenn wir Ihnen definitiv mehr bringen.

Wir setzen auf betriebswirtschaftlichen Erfolg. Ihre Formulare oder Anträge gegen eine Gebühr ausfüllen, dass ist nicht unser Credo. Wir wollen erfolgreiche Unternehmen gestalten, damit wir noch mehr Referenzen erhalten. Wir leben nämlich auch von unserem Ruf.


















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