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Corona und die Hotelbranche



Corona und das Durchdrehen von Medien und Politik. Anders kann und möchte ich dieses Phänomen, was derzeit fast alle ergreift, nicht bezeichnen. Statistisch sind derweil solide Werte aufgetaucht, die eigentlich klar belegen, dass eine Panik überflüssig ist. Weltweit sterben jedes Jahr zwischen 290.000 bis 650.000 Menschen, bei über 500.000.000 Ansteckungen, an einer grippalen Erkrankung. In der westlichen Welt, was auch auf die gute medizinische Versorgung zurückzuführen ist, liegt die Sterberate gerade bei 0,2%, wobei es fast immer sehr alte, schwache Leute oder Kleinkinder betrifft. Und Corona? Nun da liegt die Sterberate bei 1% und wäre damit etwas höher. Allerdings muss beachtet werden, dass China, Iran und viele andere Länder ihre wahren Ansteckungsraten beschönigen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende ein ähnliches Bild -zu den sonstigen jährlich wechselnden Grippeerregern- herauskommt, ist also sehr hoch. Was ebenfalls kaum erwähnt wird, ist der Umstand, dass erst seit einigen Wochen auf Corona getestet wird. Allein in Italien sind die Zahlen nicht anders erklärbar. Die Menschen waren also längst angesteckt und sind erst mit dem Test auffällig geworden. Bis dahin hatten sie Corona wie jede andere Erkältung oder Grippe behandelt und sind nicht gestorben. Ganz ohne medizinische Intensivmedizin und Quarantäne.

Ich habe mich schon auf anderen Kanälen über das Absagen der ITB geäußert. Die grösste Reisemesse des Landes storniert, wegen einer erzeugten Panik aus Politik und Medien. Und das nur wenige Tage vor der Eröffnung. Längst waren Messebaufirmen und Aussteller zum größeren Teil vor Ort und sind nun wieder abgereist. Nun sind wir ja wieder Berliner und daher mal einige Eindrücke. Die Supermärkte haben hier kaum Hamsterkäufe erlebt. Oder es ist gar nicht aufgefallen, da die Versorgung einfach perfekt klappt. Und das etwas perfekt in Berlin klappt, ist wirklich selten... Wir waren am Wochenende essen, waren in den Shopping-Arcaden, am Bahnhof und anderen Hotspots, wo Menschen aufeinander treffen. Keinerlei Veränderung im Verhalten. Auch sind die Flughäfen weiter geöffnet. Täglich treffen sich allein in Berlin jeden Tag über 300.000 Menschen an öffentlichen Orten. Von den Arbeitsplätzen noch abgesehen, was die Zahl vervielfacht. Auch die Berlinale lief weiter. Ohne Probleme. Und keine gravierende Epidemie am Horizont.


Der Ausfallschaden der ITB wird nun auf eine dreistellige Millionenhöhe bewertet. Und das sind nur die aktuellen Zahlen, die vom stornierten Hotelzimmer, dem Ausrichter, über Aussteller, Caterer, Veranstalter und bis zum Taxigewerbe reichen. Die dort wohl geschlossenen Verträge sind noch nicht einmal eingerechnet. Wer kommt dafür auf? Diese Frage steht nun offen und sehr dringlich im Raum. Aber es ist nicht nur die ITB, sondern betrifft auch andere Messen in diesem Land. Sowie den Einbruch beim Tourismus. Bei Geschäftsreisen. Bei Mettings und Kongressen.


Was derzeit über Medien und Politik entfacht wurde, lässt den DAX abstürzen und richtet in der Wirtschaft furchtbare Schäden an. Aber es wird weiter nicht sachlich aufgeklärt, sondern jede neue Infektion kommt auf die Titelseite. Es geht um Auflage und Klickzahlen. Gnadenlos wird abgeräumt. Völlig ungeachtet, dass allein im Haushalt und Verkehr mehr Menschen sterben. Von Herzinfarkt oder Krebs, also anderen medizinischen Einflüssen, ganz abgesehen. Und die Politik ist verunsichert und reagiert unbeholfen, nicht intelligent und Abgeordnete, meist aus der dritten Reihe und dahinter, haben plötzlich auch eine Mitteilung zu verbreiten. Der Gesundheitsminister sieht die Lage ernsthaft und erlässt ein neues Formblatt. Damit ist der deutschen Bürokratie dann vollends Genüge getan. Wenn es dramatisch wäre, müssten alle Hotspots geschlossen werden. Aber das normale Leben geht weiter. Die Pharmaindustrie und Maskenhersteller freuen sich sicherlich. Viele andere Bereiche der Wirtschaft, wozu auch unsere Branche zählt, kämpfen dafür mit massiven Schäden, der in mittelständischen Unternehmen bedrohliche und existenzielle Ausmaße annimmt. Wer wird das verantworten?


Das die Panik längst die Bevölkerung erreicht hat, sieht man an der aufgetretenen Knappheit von Medikamenten und Desinfektionsmitteln. Wer erinnert sich noch an die Vogelgrippe? Und wie viele haben zu Hause das Medikament Tamiflu gehortet. Und nach Ablauf der Haltbarkeit dann weggeworfen? Die Politik nutzt solche Momente zu gerne, um unangenehme Gesetze oder Verordnungen durch zu bringen. Oder lenken damit hervorragend von eigentlichen Problemen ab. Plötzlich ist auch der Klimawandel aus den Medien verschwunden. Weltrettung kann und muss jetzt warten. Greta ist unwichtig. Thüringen mauschelt vor sich hin, die Kanzlerin ist kaum sichtbar und an der Grenze zu Griechenland bahnt sich die nächste Katastrophe an. All die genannten Themen beherrschten bis vor zwei, drei Wochen noch die Medien. Und alles war knapp vor zu spät. Jetzt kann plötzlich alles warten.


Nun kämpfen viele Verlagshäuser mit sehr hohen Auflagenverlusten. Manch überregionale Zeitung schreibt Millionenverluste. Eine gute Möglichkeit zur Einkehr und der Frage, warum das wohl so ist. Dem alltäglichen Geschreibe vertrauen viele Bürger nicht mehr und/oder versorgen sich längst im Internet. Was auch nicht gerade mehr Wahrheit enthält, aber ist halt schneller. Es fehlt die Sachlichkeit und diese wird nun mit Panik und Angst ersetzt. Hatten seriöse Medien nicht das alles mal der BILD vorgeworfen? Und wo stehen sie nun?

Und wann reagiert die Politik mal wieder sachlich und lässt sich nicht von den Medien treiben? Was gerade der Wirtschaft angetan wird, lässt sich mit Vorsorge für die Bevölkerung kaum erklären. Es geht um Arbeitsplätze, Umsatzverlust und Börsendotierungen.

Unsere Branche leidet längst an Gewinnverlusten, Gasthaussterben, Fachkräftemangel, ausufernde Bürokratie und vielen anderen wirklichen Krankheiten. Wir benötigen weder einen weiteren Virus, noch Politiker, die allein aus Aktionismus völlig unsinnige Maßnahmen und Messeabsagen tätigen.



UPDATE: Internorga in Hamburg abgesagt. Der Zirkus geht weiter.

Vielleicht kommt demnächst die Politik auf die Idee und will ganze Städte abriegeln. In China durchaus machbar, da Bürgerrechte dort nichts zählen. Die Grünen freuten sich ja ernsthaft, weil in Wuhan nun die Luft sauberer ist. Vielleicht sollten solche Politiker mal daran denken, dass die Menschen dort derzeit nicht arbeiten können, kein Auskommen haben und von der Versorgung abgeschnitten sind. Da gibt es Notverpflegung. Die Gedankenansätze mancher Politiker sind schon sehr irritierend.


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